Arten von Nisthilfen

Ob im Boden oder in hohlen Pflanzenstängeln, in Holz oder leeren Schneckenhäusern: Wildbienen nisten vielseitig. Jede Art hat dabei bestimmte Vorlieben und Bedürfnissen. Wie man die Wildbienen im eigenen Garten oder auf dem heimischen Balkon mit einfachen Mitteln unterstützen kann, erfahrt ihr hier.

Wildes Wohnen ?!

Nisthilfen für Insekten

In der freien Natur nisten Insekten meist in hohlen Stämmen, ausgehöhlten Ästen oder Pflanzenstängeln. Oft sind die Brutkammern so unscheinbar und versteckt, dass wir sie gar nicht wahrnehmen. Vielleicht hast Du bei einem Waldspaziergang aber auch schon einmal durchlöcherte Baumstämme oder Holzscheite gesehen. Womöglich hat sich dort ein Bestäuber eine Brutkammer gebaut. Gerade in der Stadt kann man Insekten durch Nisthilfen wertvolle Hilfe leisten.

Nisthilfen für Insekten

In der freien Natur nisten Insekten meist in hohlen Stämmen, ausgehöhlten Ästen oder Pflanzenstängeln. Oft sind die Brutkammern so unscheinbar und versteckt, dass wir sie gar nicht wahrnehmen. Vielleicht hast du bei einem Waldspaziergang aber auch schon einmal durchlöcherte Baumstämme oder Holzscheite gesehen. Womöglich hat sich dort ein Bestäuber eine Brutkammer gebaut.

Normalerweise finden brütende Insekten in der freien Wildbahn genügend Nistmöglichkeiten. In geeigneten Hohlräumen legen nicht staatenbildende Insekten wie beispielsweise viele Wildbienenarten Brutkammern an, in denen sie ihre Eier ablegen. Zudem sind solche geschützten Plätze wichtig als Überwinterungsorte in den kalten Monaten.

Durch die Flächenversiegelung und die zunehmende Urbanisierung bleiben in der Stadt allerdings nur wenige natürliche Strukturen erhalten. Um die nur noch spärlich vorhandenen Brutplätze entsteht ein Konkurrenzkampf zwischen den Insekten. Durch den Bau von Nisthilfen lässt sich dem entgegenwirken. Und nicht nur Wildbienen ist damit geholfen: Nisthilfen bieten jeglicher Art von Insekten eine Unterschlupfmöglichkeit.

 

Individuelle Bedürfnisse

Welche verschiedenen Nisthilfen gibt es?

Es gibt so viele Formen von Nisthilfen wie es auch unterschiedliche Insekten gibt, denn jede Art bevorzugt einen anderen Unterschlupf. Manche Arten graben oder nagen selbstständig Löcher in den Boden, in Holz oder in markhaltige Stängel. Andere sind auf bereits vorhandene Hohlräume oder hohle Pflanzenstängel angewiesen. Eine abwechslungsreiche Gestaltung der Nisthilfe(n) berücksichtigt viele dieser Bedürfnisse und fördert daher die Biodiversität.

Welche verschiedenen Nisthilfen gibt es?

Es gibt so viele Formen von Nisthilfen wie es auch unterschiedliche Insekten gibt, denn jede Art bevorzugt einen anderen Unterschlupf. Manche Arten graben oder nagen selbstständig Löcher in den Boden, in Holz oder in markhaltige Stängel. Andere sind auf bereits vorhandene Hohlräume oder hohle Pflanzenstängel angewiesen. Eine abwechslungsreiche Gestaltung der Nisthilfe(n) berücksichtigt viele dieser Bedürfnisse und fördert daher die Biodiversität.

Bodenbrüter graben Löcher in den Boden und bauen dort ihre Brutkammern. An das Substrat stellen die Arten dabei unterschiedliche Ansprüche. Sandbienen brüten beispielsweise in offenen Sandböden. Wieder andere Bodenbrüter bevorzugen eher  Lehmböden. Holzbienen nagen eigene Brutkammern in markhaltige Hölzer. Andere Arten nutzen nur bereits vorhandene Löcher in Totholz oder hohle Pflanzenstängel. Nisthilfen sollten möglichst unterschiedlichen Ansprüchen genügen. Die „klassische“ Nisthilfe mit den hohlen Schilfstängeln und Lehmziegeln wird vor allem von Wildbienen oder Mauerbienen angenommen, wohingegen gefüllte Lehmziegel oder markhaltigen Äste von anderen Insektenarten genutzt werden.

Praktische Tipps

Wie baue ich selbst eine Nisthilfe?

Eine Nisthilfe zu bauen ist nicht schwierig. Das meiste Material hast Du wahrscheinlich schon zuhause oder kannst es ganz leicht besorgen. Hier haben wir  Anleitungen zu drei verschiedenen Nisthilfen zusammengestellt. Außerdem erfährst Du, welche häufigen Fehler beim Bau von Nisthilfen den Insekten den Einzug schwer machen und wie Du deine am besten Nisthilfe platzieren und pflegen solltest.

Wie baue ich selbst eine Nisthilfe?

Eine Nisthilfe zu bauen ist nicht schwierig. Das meiste Material hast Du wahrscheinlich schon zuhause oder kannst es ganz leicht besorgen. Wir haben Anleitungen zu drei verschiedenen Nisthilfen zusammengestellt. Außerdem erfährst Du, welche häufigen Fehler beim Bau von Nisthilfen den Insekten den Einzug schwer machen und wie Du deine am besten Nisthilfe platzieren und pflegen solltest.

Einfache Dosen Nisthilfe

Material: eine leere Konservendose, hohle Schilfrohrstängel (es gibt Schilfrohrmatten im Garten-/Baumarkt zu kaufen) und Leim.

Anleitung: Die Schilfstängel müssen zunächst einmal gekürzt werden. Am einfachsten geht das mit einer Gartenschere oder Säge, denn die abgeschnittenen Enden sollten möglichst glatt sein und müssen bei Bedarf noch mit Schleifpapier abgeschliffen werden. Dieser Schritt ist besonders wichtig, denn Holzsplitter oder scharfkantige Enden sind für die feinen Flügel der meisten Insekten ein Todesurteil.

Außerdem ist es wichtig darauf zu achten, dass die hinteren Enden der Schilfrohre verschlossen sind. Es ist nicht notwendig die Stängel auf die exakt gleiche Länge zu kürzen.

Mit dem Leim werden die Stängel anschließend in die leere Konservendose geklebt und fertig ist die super einfache Nisthilfe mit wenig Arbeits- und Zeitaufwand.

 

Tipp: Die Dose muss horizontal angebracht werden und sollte gut eingeklemmt oder mit Draht an einem Gegenstand befestigt werden, damit sie gut hält. Dafür eignen sich zum Beispiel sonnige Standorte wo man sie zwischen Latten, Steinen oder Holz festklemmt.

Baumscheiben Nisthilfe

Material: Draht, eine Holzscheibe (circa 10-12 cm dick) oder ein kleiner Holzscheit.

Anleitung: Mit Hilfe eines Akkuschraubers bohrst Du zunächst unterschiedlich große Löcher von 3 – 10 mm in die, falls vorhanden, berindete Seite des Holzes. Dabei darauf achten, dass Gänge mit einer Länge von circa 5 – 10 cm entstehen. Ganz wichtig: nicht komplett durchbohren, die Enden müssen geschlossen sein.

Das Holzscheit kann direkt mit Draht an einem sonnigen Platz befestigt werden. Optional können an die Seiten einer Holzscheibe auch zwei Schrauben angebracht werden. Mit Hilfe von Draht kann diese dann auch aufgehängt werden. Hierbei aber darauf achten, dass die Holzscheibe windgeschützt hängt, sodass sie sich möglichst nicht bewegt.

Kleines Insektenhotel

Material: eine Holzschublade, kleine Holzplatte, kleine Holzbrettchen, wasserfester Holzleim, Schrauben.

Füllmaterial: zum Beispiel Schilfstängel, Bambusrohre, Holzscheite, ein Backstein.

optional: Draht zum Aufhängen und ein Gitternetz (Maschenweite ca. 1,5 cm).

Anleitung: Die Schublade bildet das Grundgerüst für das Haus. Was jetzt noch fehlt ist ein Dach, damit das Hotel vor Regen geschützt ist. Du kannst dafür einfach eine Holzplatte an einer der kurzen Seiten der Schublade befestigen. Dabei darauf achten, dass die Platte ein wenig übersteht.

Im nächsten Schritt geht es ans Befüllen: Zunächst solltest Du die Schilf- oder Bambusrohre mit einer Gartenschere oder Säge auf ungefähr gleiche Länge kappen und dabei darauf achten, dass die Enden glatt und verschlossen sind. Notfalls mit Schleifpapier abrunden.

In den Holzscheit werden mithilfe eines Bohrers Löcher  gebohrt. Die Durchmessergrößen können dabei zwischen 3 und 10 mm variieren. Auch hier darauf achten, dass die Enden glatt sind sich keine Risse bilden. Die Bohrungen sollten in etwa eine Tiefe von 5 – 10 cm aufweisen.

Den Backstein dichtest Du mit etwas Lehm von hinten ab. Lehm findest Du auf Wiesen oder eventuell auch in deinem eigenen Garten und machst ihn anschließend mit Wasser feucht, so lässt er sich besser im Ziegel verteilen. Da die Einfluglöcher im Backstein meist zu groß sind, kommt von vorne noch weiteres Füllmaterial hinein. Dafür kannst Du ebenfalls Schilfrohr oder Stroh verwenden.

Das Insektenhotel muss anschließend nur noch zusammengesetzt werden. Als Unterteilung kannst du kleine Holzbrettchen verwenden. Du kannst die Brettchen anleimen. Sollte das nicht stark genug halten, musst Du die Schublade und die Bretter vorbohren und dann gegebenfalls zusammenschrauben.

Sind die Unterteilungen eingebaut, kannst Du das Hotel befüllen. Achte dabei darauf, dass schwere Elemente wie der Ziegel unten liegen. Die Elemente müssen alle gut halten und sollten nicht beim erst Windstoß davonfliegen.

Zuletzt schützt du dein Insektenhotel vor Räubern, indem du vorne das Gitternetz anbringst. Entweder tackern oder mit Schrauben so spannen, dass es fest sitzt.

Häufige Fehler beim Bau von Nisthilfen:
  • Bohre keine Löcher in das Stirnholz einer Baumscheibe! Das ist die Seite, auf denen Du die Jahresringe siehst. Diese Seite neigt zu Rissen und es kann Feuchtigkeit eindringen. Außerdem können Insekten sich ihre Flügel in den Rissen verletzen.
  • Bohre die Löcher niemals komplett durch! Sind die Löcher von beiden Seiten zugänglich, werden keine Insekten einziehen.
  • Verwende keine geschlossenen Stängel! Die wenigsten Insektenarten nagen ihre Brutkammern selbst ins Holz, deswegen ist es wichtig, dass Du die Stängel vorher aushöhlst, damit sich die  Insekten in deinem Hotel wohlfühlen.
  • Hänge deine Nisthilfe wenn möglich nicht auf! Dem Wind ausgesetzte Nisthilfen meiden Insekten. Hänge deine Insektenhilfe so auf, dass sie sich möglichst nicht bewegt, zum Beispiel, indem Du sie mit einer Wand im „Rücken“ befestigst.
  • Verwende keine Lochziegel ohne Füllung! Die Öffnungen von Lochziegeln haben meist zu große Löcher, in denen sich Insekten nicht wohl fühlen. Wenn Du Ziegel verwendest, fülle sie mit hohlem Schilfrohr oder ähnlichem, um die Öffnungen zu verkleinern.
  • Verwende möglichst wenig anderes Füllmaterial! Tannenzapfen, Stroh oder Holzsplitter sehen zwar dekorativ aus und bieten auch Schlafplätze für Insekten, allerdings finden sie dieses Material ohnehin relativ häufig in den Gärten. Hohle Stängel sind weitaus gefragter in der Insektenwelt und der Fokus sollte deshalb darauf liegen.
Der richtige Standort

Der richtige Standort ist ausschlaggebend dafür, ob Insekten in die Nisthilfe einziehen. Insekten bevorzugen einen sonnigen, warmen Platz mit Südost, Süd oder Südwest Ausrichtung. Außerdem sollte die Nisthilfe windgeschützt sein und vor heftigen Niederschlägen sicher sein.

Die richtige Pflege

Eine Nisthilfe benötigt im Großen und Ganzen keine aufwendige Pflege. Vom alljährlichen Frühjahresputz wird dringend abgeraten, da dieser den Insekten mehr schadet als nützt. Ein wachsames Auge sollte man auf Vögel und andere Räuber haben. Sollten diese immer wieder zu Gast im Insektenhotel sein, kann es helfen an der Vorderseite einen Kaninchendraht zu befestigen.

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